- Artikel-Nr.: IN10604
Ein (Welt-) klasse Blaufränkischer, der Burgund ruft. Welche Finesse und große Eleganz zaubern die Follners da ins Glas. Dabei ist es weniger Zauberei als unbedingter Glaube an Qualität, Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit, der das Weingut auszeichnet. Dagmar und Ludwig Follner sind überzeugt, dass die Qualität in großem Ausmaß im Weingarten beeinflusst und geprägt wird. Weine mit eigenständigem Charakter zu schaffen, die komplex und vielschichtig sind, die Tiefe und Spannung erkennen lassen und natürlich Freude und Genuss vermitteln, sind ihr Ziel. Als Qualitätsfanatiker wird der Betreuung der Rebstöcke höchste Priorität gegeben. Die Weinstöcke werden das ganze Jahr über ausschließlich mit der Hand bearbeitet. Die rigorose Selektion spiegelt sich in einem Hektarertrag von durchschnittlich nur 20 Hektolitern wider. Ihre Winzerheimat haben sie im Weingut des Golser Paradewinzer John Nittnaus, in dessen Keller die Weine auch reifen. Im Weinkeller wird nur versucht, die eingebrachte Qualität nach traditionellen Methoden auf höchsten Standards zu erhalten. Auf jegliche Art von Konzentration wird verzichtet. Die ?Riede Ritter? ist eine sehr kleine, feine Lage. Sie ist die älteste in Rust benannte Riede und gleichzeitig auch die höchstgelegene. Sie beginnt am Scheitelpunkt zwischen Rust uns Oslip, ist überwiegend zum Neusiedler See ausgerichtet und verläuft in der Verlängerung in den sogenannten Rittergraben, der danach die sehr gute Lage ?kleiner Wald? begrenzt. Der Boden ist vielschichtig mit Kalk, Schiefer und Mergel durchsetzt.
Die Stöcke sind 15 bis 52 Jahre alt, die Weinbereitung - sowohl im Weinberg als auch im Weinkeller - ist biologisch und streng im Einklang mit der Natur. Bei der konsequenten Traubenselektion werden nur die gesündesten und reifsten Beeren zur Weiterverarbeitung ausgewählt. Die Maische kommt in offene Gärbottiche. Ludwig Follner taucht den Tresterhut mehrmals täglich per Hand unter. Nach der malolaktischen Gärung - dem biologische Säureabbau - reift der Wein in überwiegend einmal gebrauchten, französischen Barriques. Der Wein wird unfiltriert und nicht geschönt abgefüllt.
Verkostung: tiefes Rubingranat, Aromen von mittlerer, sich immer mehr öffnender Intensität von roter und schwarzer Früchten wie (Wald-) Brombeere, etwas Cassis, dunkler Weichsel, Kornelkirsche, Heidelbeere, Kräuter, dunkle Schokolade, zarte Zedernholz und Tabak, am Gaumen: mittel plus Säure und mittel plus Tannine, mittlerer Alkohol und mittel plus Körper, aromatisch ergänzt um saftig-reife Kirsche, Schlehe, Kräuterwürze, leicht erdig Noten, und reife-eingekochte schwarze Frucht, langer Abgang, komplex, herausragend, mit gewaltigem Reifepotential
Auszeichnungen:
Falstaff: 96 Punkte
Vinaria: 5 Sterne